ÄNDERUNGEN ALLGEMEIN

Liebe Leute,
wir haben uns viel Mühe mit der Planung des Programms gegeben.
Leider gibt es aber kurzfristige Änderungen, deshalb checkt immer mal wieder das aktuellste Programm und den Blog.

Außerdem sehr wichtig:
TEILNEHMER_INNEN Begrenzung für die Workshops Critical Whiteness und KFZ Werkstatt.
Infos weiter unten!

Wir freuen uns auf euch!

WORKSHOP TEILNEHMER_INNEN BEGRENZUNG

Für die Workshops

WEIßSEIN ERLEBEN-KRITISCHE BEGEGNUNG MIT EINEM PRIVILEG

(max. Teilnehmer_innenzahl: 20)

und

KFZ-Workshop Autowerkstatt

(max. Teilnehmer_innenzahl: 12)

gibt es Teilnehmer_innen Begrenzungen!
Wir bitten euch, euch vorher per Email bei uns zu melden (sorry, für die späte Nachricht).

ladyfesthamburg@riseup.net
BETREFF: >Name des Workshops<

Die restlichen Plätze werden dann leider an die Menschen vergeben, die zuerst kommen.

Falls Menschen nicht teilnehmen können, werden wir versuchen zeitnah ähnliche Workshops anzubieten.
Wir bitten um euer Verständnis!

GRAFITTI WORKSHOP

Der Grafitti Workshop musste leider abgesagt werden.
Es gibt aber Materialen zum sprühen und selber ausprobieren.
Meldet euch dafür am Info Point im Kölibri oder kommt in die Kreativ Ecke im Plan B.
Dort gibt es jede Menge riesiges Papier und Dosen.

WORKSHOPÜBERSICHT

PROGRAMM

Das La*DIY_Fest findet statt !

Hiermit laden wir alle ein, die Lust haben ein queer_feministisches Fest zu feiern.
Die La*DIY_fest crew hat sich vor wenigen Monaten zusammengefunden um gemeinsam ein Fest auf die Beine zu stellen, wo es erlaubt, nein, erwünscht ist gesellschaftliche Normvorstellungen zu hinterfragen und aufzubrechen. Für vier Tage wollen wir Räume schaffen, abseits von Patriarchismus, und allen -ismen, die die Welt unangenehm machen. Ein Ort zum Ausprobieren, Austauschen, Diskutieren und Vielem mehr.

Fernab der gesellschaftlichen Normalität wollen wir einen Schutzraum schaffen, indem Wissensaneignung, -weitergabe und Ermächtigung aus feministischer Perspektive stattfinden kann und dies auch in einigen Workshops dem all-gender Publikum zugänglich zu machen.
Wir haben versucht Menschen zu finden, die sich mit bestimmten, uns wichtigen Themen beschäftigt haben, um in Workshops selbstständiges Auseinandersetzungen zu fördern, Perspektiven zu entwickeln und um Sachverhalte kritisch zu hinterfragen .Dabei möchten wir voneinander lernen und Dinge gemeinsam gestalten. Wir hoffen dafür zusammen einen sicheren Raum schaffen zu können, in dem sich Menschen wohl fühlen. Wir wollen einander mit Respekt und Wertschätzung begegnen.

D.I.Y. Verstehen wir nicht nur als etwas Handwerkliches/Praktisches, sondern beziehen es auch auf Theorie und Definitionen beispielsweise Genderidentitäten. Wir wollen in der linksradikalen Szene eine Situation für empowernde Aneignung von Räumen und Organisation(sformen) schaffen und dabei versuchen nicht selbst Szenekonflikte zu reproduzieren und ansprechbar konflikt- und kritikfähig zu bleiben.

Wir, das ist ein offener Vorbereitungskreis, der sich mit gesellschaftlichen Diskriminierungsrealitäten befasst.
Natürlich sind auch wir nicht frei von den vorherrschenden gesellschaftlichen Strukturen, konnten also auch in der Orga Crew keinen herrschaftsfreien Raum schaffen.
Uns ist bewusst und wird auch immer bewusster, dass wir zur Zeit eine weiß-, cis-, abled-, akademisch dominierte Gruppe sind. Wir sind erst am Anfang uns, mit den uns dadurch gegeben Privilegien auseinander zu setzen und kritisch zu hinterfragen. Wir versuchen einen Rahmen zu schaffen, in dem eine gemeinsame Reflektion auch darüber stattfinden kann.
Wir haben keinen Bock drauf in einer Gesellschaft zu leben in der Menschen in zwei Geschlechter unterteilt werden, denen quasi „natürlicherweise“ verschiedene und gegenteilige Verhalten und Attribute zugeschrieben werden.

Wir wissen niemand ist perfekt, aber haben große Lust mit Menschen zu arbeiten, die sich auch mit ihrer eigenen Position in Hinblick auf Unterdrückungs- und Machtmechanismen auseinander setzten wollen und daraus einen Umgang zu schaffen, bei dem sich Menschen selbst definieren können.

Die letzten Monate haben wir haben wir viel erarbeitet und versucht vieles möglich zu machen aber werden es trotzdem nicht schaffen vier Tage ein Fest zu gestalten das komplett losgelöst von gesellschaftlicher Machtverhältnissen ist.

Also her mit konstruktiver Kritik und Mitmachen, denn nur durch Solidarität können wir voneinander lernen.

… Warum eigentlich eine Cis-Männer freie Orga?
Wir haben uns entschieden das auf diesem La*DIY_ Fest alle genders willkommen sind…
Allerdings ist unsere Orga und unsere komplette Orgastruktur Cis-Männer frei.
Im Vorfeld haben wir uns damit auseinandergesetzt ob und warum wir dies schaffen wollen. Aus einem individuellen Bedürfnis heraus entwickelten wir in gemeinschaftlichen Diskussionen schnell die Auffassung, dass FLT*I Räume fehlen und gesellschaftlich immer noch notwendig sind. Gesellschaftliche Strukturen sind Männer dominiert wo immer wieder dieselben Unterdrückungsmechanismen produziert werden. Uns ist bewusst, dass Räume niemals hierarchiefrei sein können, da wir bedingt durch unsere Sozialisierung immer auch Machtstrukturen mitbringen. Allerdings wird hier aus anderen Perspektiven gesprochen, die in Bezug auf Sexismus nicht dominant sind.
Wir wünschen uns Räume, in denen wir ausprobieren, Erfahrungen austauschen, Grenzen verschieben, Geschlechter und Identitäten (er)finden können um eigene Gedanken weiter zu entwickeln ohne sich rechtfertigen zu müssen oder immer wieder von neuem Überzeugungsarbeit leisten zu müssen. Besonders wichtig ist es uns einen Schutzraum vor solcher Art von Diskriminierung zu haben, die uns in unserer Gesellschaft viel zu oft fehlen.
Es geht uns um gemeinsame Selbstermächtigung um von dort aus gesellschaftliche Verhältnisse anzugreifen und nicht länger als Anhängsel und MitläuferInnen männlicher Politik zu funktionieren, sondern eigene Positionen (weiter) zu entwickeln. Solche Schutzräume ermöglichen es uns alltägliche Machtverhältnisse zu entlarven und das in einem solidarischen und sensiblen Umfeld Bedürfnisse wahrgenommen werden können ohne, dass diese als belanglose unwichtige Themen und Tatsachen abgetan werden wie z.B. „stell dich nicht so an“ „So schlimm ist es doch gar nicht“ oder auch gerne „das ist doch ganz normal“. Dabei geht es uns nicht darum Ausschlüsse zu produzieren, aufgrund der oben benannten Argumente sehen wir es als wichtig Schutzräume für betroffene Menschen zu schaffen.
Wer meint ein Ausschluss von Cis-Männern in bestimmten Situationen sei Sexismus gegen Männer, streitet gesellschaftliche, Strukturelle Herrschaftsverhältnisse ab und reduziert Sexismus auf einen individuellen Akt.
FLT*I Räume werden auch in Linken zusammenhängen häufig in Frage gestellt während stille Ausschlüsse wie z.B. beim Sport, im Beruf oder eben auch in der ersten Reihe von Demos den wenigsten bewusst ist, oder hingenommen werden allerdings selten etwas dagegen unternommen wird, wenn es nicht explizit einen Nutzen hat eine FLT*I Person dabei zu haben.
Häufig kommt das Argument, dass es allen Menschen frei steht wohin sie gehen, allerdings wird dabei vergessen, dass diese Räume patriarchale Strukturen aufweisen, in denen sich FLT*I Personen vielleicht unwohl fühlen, diskriminiert werden, als Quote gelten oder sich immer wieder erklären, rechtfertigen und unterordnen müssen nur weil sie in der Minderheit sind und ihre Bedürfnisse nicht gehört oder einfach übergangen werden.
Durch diese Angriffe wird absurderweise die Notwendigkeit dessen was kritisiert wird weiter zementiert.
Dabei ist uns in der Auseinandersetzung mit unserem eigenen Umfeld aufgefallen, dass viele weiße europäische Menschen häufig höchst sensibel reagieren, wenn ausnahmsweise mal ihnen ein Raum verschlossen wird ohne das sie dadurch reflektieren welche gesellschaftlichen Privilegien sie tagtäglich besitzen.
In unserer Utopie möchten wir ein gemeinschaftliches Leben ohne Ausschlüsse, wobei dieses Fest nur ein kleiner Schritt in diese Richtung ist.
Aus diesen Gedanken her aus haben wir beschlossen das Plenum, die Strukturen auf dem Fest und auch teilweise Workshops Cis-Männer frei zu gestalten.
Dadurch ist es uns möglich von uns produzierte Hierarchien aufzudecken um daran zu arbeiten. Besonders wichtig ist uns in diesem Kontext die Wissensaneignung und solidarische -weitergabe ohne dabei bevormundend zu sein und allen die Möglichkeit zu geben sich mit den Themen zu beschäftigen auf die sie Lust haben ohne dabei gewohnte Rollen einzunehmen. Um eben nicht ein nach außen perfekt erscheinendes, durchstrukturiertes Fest zu organisieren, sondern der Fokus darauf liegt gemeinschaftlich zu arbeiten, uns gegenseitig zu stärken und neu auszuprobieren.
Auch auf dem Fest können wir natürlich nicht garantieren das keine Hierarchien, Ausschlüsse und Unterdrückungen vorkommen, deswegen ist es uns wichtig das es temporär Räume und Workshops gibt in denen FLT*I Menschen die Möglichkeit haben sich dieser Art von Diskriminierung zu entziehen.
Dabei ist uns wichtig mitzudenken, dass homo-, inter*- und trans*feindlichkeit auch in diesen Räumen stattfinden (können). Auch andere Ausschlüsse wie rassistische möchten wir nicht unbenannt lassen und uns gegen die (weiße) Dominanz von privilegierten positionieren.
„FLT*I Räume sind genauso wenig Inseln, die uns reichen sollten, wie es andere Freiräume sind. Sie sind nicht Selbstzweck, sondern sie verweisen auf den Umstand des fortgesetzten Sexismus innerhalb der Gesellschaft.“

Wir ermächtigen uns, Sachen selbst zu machen und zu gestalten.

Ich brauche Niemanden, der_die meine Identität definiert, das mach ich selbst!

Wir haben auf strukturelle Unterdrückungsmechanismen kein Bock mehr.
(einige Zeilen sind dem Buch „Darum Feminismus!“, Affront, entnommen)

Wenn ihr euch während des Festes vorstellen könnt, mit zu helfen

meldet euch sehr gerne bei uns per email: ladyfesthamburg@riseup.net

Insbesondere möchten wir Menschen einladen und Raum geben, die sich
alltäglicher Diskriminierung ausgesetzt sehen.

Wir freuen uns explizit über die Teilnahme von
People of Color, Schwarzen Menschen und Sinti und Roma.

Auch Leute mit anderen Diskriminierungs-Erfahrungen wie QUILTBAG**,
Menschen mit Behinderung, junge und alte Menschen, dicke Menschen
und Menschen, die sich sonst trotz Interesse oft nicht in politisch-emanzipatorische Räume trauen und/oder dort ausgegrenzt werden,
möchten wir explizit einladen.

Wir hoffen auf einen empowernden, emanzipatorischen Austausch.


**Queere, questioning, intersexuelle, lesbische, trans-, bi, asexuelle und agender und gay (schwule) Menschen. Natürlich sollen auch sonst keine Menschen aufgrund ihrer Geschlechts(nicht-)identität oder sexuellen (Nicht-)Orientierung diskriminiert werden.